Möglichkeiten von Jabber
Allgemeines:
Jabber darf jeder Mensch auf der Welt benutzen. Es gibt keine Einschränkungen in der Programmierung von Clients und Servern, dem Betreiben von Servern, dem Benutzen von Client und dem Erweitern des Protokolls. Dazu kann jeder die offenen Spezifikationen des Jabber Protokolls nutzen.
Durch diese Freiheit gibt es keine Kontrolle der Informationen, die über das Jabber Netzwerk fließen. Keine Firma hat die alleinige Kontrolle über das Netzwerk, sodass niemand zu etwas gezwungen werden kann in der Benutzung von Jabber. Jeder kann einen Jabber Server aufsetzen und ist so völlig unabhängig von anderen Anbietern. Dies bringt zusätzlich noch den Vorteil, dass man einfach den Server wechseln kann, falls ein Server Mängel aufweist.
Um mit anderen Jabber Benutzern zu sprechen, braucht man eine sogenannte Jabber ID (kurz JID), die einen Benutzer im Jabber Netzwerk kennzeichnet. Eine JID hat den gleichen Aufbau wie eine E-Mail Adresse, beispielweise AufbauBenutzer@server.tld. So hat eine JID den Vorteil, dass man sich keine langen Nummern wie bei ICQ merken muss.
Kommunikation
Jabber bietet dem Benutzer verschiedene Arten, um sich mit anderen Menschen zu Unterhalten. Es gibt Einzelchats, so wie man es von anderen Chatsystemen her kennt, also die Möglichkeit mit einer Person Nachrichten auszutauschen. Es gibt aber auch die Möglichkeit sich in sogenannten Mehr-Benutzer-Chats (Abk.: MUC) zu unterhalten. In einem MUC können mehrere Benutzer gleichzeitig in einem Chatraum miteinander sprechen, so wie man es beispielweise vom IRC her kennt, also ein praktischer Weg um Konferenzen abzuhalten.
Für die Kommunikation ist auch das Versenden von Dateien zu anderen Benutzern wichtig. Jabber kann dies natürlich ohne Probleme, auch wenn man hinter einem Router sitzt.
Mit Jabber ist man auch nicht von den anderen Instant Messaging Systemen getrennt. Über sogenannte Transports können Jabber Benutzer einfach mit Leuten aus anderen Netzwerken wie ICQ, AIM, Yahoo, IRC und anderen sprechen. Diese Möglichkeit bieten viele öffentliche Server, man ist also nicht von den Benutzern anderer Netzwerke getrennt.
Für den Fall, dass du dich an verschiedenen Orten gleichzeitig anmelden möchtest, gibt es bei Jabber auch eine Möglichkeit. Beispielsweise kann man gleichzeitig angemeldet sein, wenn man sich einmal an einem Rechner im Haus eingeloggt hat und einmal draußen im Garten, in dem man gemütlich in einer Liege mit seinem Laptop sitzt. Man muss nur noch angeben, wohin die Nachrichten gehen soll. Dies wird durch die sogenannte "Ressource" - der Ort der Anmeldung - angeben, die ein Jabber Client bei der Anmeldung mitsendet. Mit dieser Ressource ist eine Priorität verknüpft und die Ressource mit der höchsten Priorität erhält die Nachricht.
Sicherheit
Vom Standpunkt der Sicherheit aus gesehen ist Jabber anderen Messengersystemen größtenteils überlegen. Die Anbindung vom Client zum Server ist in der Regel verschlüsselt, sodass Nachrichten und Passwörter von anderen nicht einfach mitgelesen werden können. Sofern das Programm beider Gesprächspartner Verschlüsselung über GnuPG unterstützt, kann zusätzlich nicht nur der Transport sondern auch die Nachricht komplett für den anderen Gesprächspartner verschlüsselt werden. Das bedeutet, dass niemand anders außer den beiden eine private Konversation mitlesen kann.
Die IP Adresse eines Benutzers kann auch nicht von Dritten über Jabber herausgefunden werden, da die Kommunikation über einen Server abgewickelt wird. Dritte können höchstens die JID erkennen, aber alles andere bleibt verborgen.
Um sich vor unerwünschten Nachrichten zu schützen, gibt es in Jabber auch eine praktische Möglichkeit, um diese Nachrichten zu blocken. In vielen Jabber Programmen geht dies mit wenigen Clicks.
Wie bekomme ich Jabber?
Diese Frage wird in dem Jabber Schnellstart Artikel beantwortet. Als Programm empfehlen wir Gajim, PSI oder Pidgin und als Server natürlich unseren Jabber Server.
