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Andere Bezeichnungen für Freie Software

FLOSS

FLOSS steht für "Free/Libre/Open Source Software" und bezeichnet die Gesamtheit aller Programme, die unter einer freien oder einer Open-Source-Lizenz stehen. Sehr häufig findet der Begriff Verwendung, wenn es darum geht den nicht gelösten Namensstreit zwischen "Open Source" und "freier Software" zu umgehen.

Libre Software

Libre Software ist eine bewusst gewählte Kombination aus dem französichen libre (frei) und dem englischen software. Der Grund liegt darin, dass das englische Wort free sowohl frei als auch kostenlos bedeuten kann. Damit soll eine Verwechselung mit Freeware verhindert werden (siehe unten).

In Lateinamerika wird der Begriff in der Form software libre verwendet. Das Land Brasilien, welches ein starker Befürworter von freier Software ist, bietet zum Beispiel die Seite http://www.softwarelivre.org/ an, auf der Aktionen rund um freie Software koordiniert werden.

Open Source (Zu deutsch sinngemäß: Quelloffene Programme)

Open Source ist ebenfalls ein sehr weit verbreiteter Begriff für freie Software, welcher erst Mitte der Neunziger Jahre von Eric S. Raymonds und Bruce Perens geprägt wurde und heute besonders durch die OpenSource Inititive vertreten wird.

Begriffe, die nicht freie Software bezeichnen

Closed Source

Viele Menschen verbinden mit Closed Source das Gegenteil von Open Source. Closed-Source-Software bezeichnet Software, deren Quellcode nicht freigegeben wurde und nicht für jeden, sondern nur für die jeweiligen Entwickler, einsehbar ist.

Freeware

Freeware wird manchmal mit freier Software verwechselt, bietet aber nicht alle Freiheiten (in der Regel ist nur eine unveränderte Weitergabe gestattet, manchmal nicht einmal das). Freeware bezieht sich wirklich nur auf die kostenlose Natur des Programmes. Im Gegensatz dazu kann und darf freie Software auch verkauft werden, sofern die Freiheiten gewahrt bleiben. Oft ist Freeware Closed Source, der Quellcode wird also nicht weitergegeben.

Unfreie Software

Als unfreie Software wird alle Software bezeichnet, die ihren Anwendern nicht die beschriebenen, grundlegenden Freiheiten lässt. Im folgenden sind einige Begriffe zu finden, die unfreie Software bezeichnen.

Sonstige Begriffe

Im Zusammenhang mit freier Software fallen häufig auch diese Begriffe:

"GNU/Linux" und "Linux"

Das GNU-Projekt wurde 1984 gegründet um ein freies unix-artiges Computer-Betriebssystem zu entwickeln. Neben dem technischen Vorhaben definierte es auch den Begriff "Freie Software" und lieferte die heute beliebte Lizenz GNU General Public License (GPL). Trotz vieler Jahre Entwicklung fehlte es dem Projekt an einem besonderen Stück Software - dem Betriebsystemkern.

1991 konnte der von Linus Torvalds entwickelte Linux-Kern genau diesen Zweck erfüllen. In der ersten Zeit wurde der Verbund von Linux- und GNU-Software einfach "Linux" genannt. Als sich 1994 immer mehr Menschen dafür interessierten, versuchte der Mitbegründer der Freien-Software-Bewegung Richard M. Stallman die Bezeichnung "GNU/Linux" zu etablieren, um damit den Fokus mehr auf die Ideale von freier Software zu lenken.

Der Versuch sorgte leider für Verstimmungen in der Gemeinschaft, da nicht alle die Einstellung der Free Software Foundation teilten oder ihnen die Vormachtstellung des GNU-Projektes missfiel. Der Name "GNU/Linux" wird heute nur von wenigen Distributionen (z. B. Debian und Gentoo) offiziell getragen.

Es gibt auch Rechtfertigungen für "GNU/Linux" die mit der Menge an geleisteter Arbeit zusammenhängen. Endlose Diskussionen wie man Beiträge außer die von GNU und Linux im Namen handhaben soll sind dabei die Folge.

Einige haben erkannt, dass man durch die Benutzung von "GNU/Linux" einfach dem GNU-Projekt und dessen Philosophie seine Verbundenheit und Anerkennung ausdrücken kann. Diese Herangehensweise lässt jedem die Möglichkeit das System so zu nennen, wie er oder sie es möchte und hat am wenigsten Konfliktpotential. Auch in diesem Wiki ist stets von "GNU/Linux" die Rede, wenn nicht explizit der Kernel "Linux" gemeint ist.

Public Domain

Aus dem Bereich des anglikanischem Urheberrechts (Copyright), welches sich vom kontentinaleuropäischen unterscheidet, stammt der Begriff Public Domain - zu deutsch gemeinfrei. Mit ihr wird ein Rechtsstatus von geistigen Werken beschrieben, bei dem der Autor keine Ansprüche auf die Verwendung seines Werkes besitzt. Ein Autor kann sich entscheiden, ob sein Werk (also auch Software) gemeinfrei ist oder ob er eine andere Rechtsform benutzt. Außerdem werden Werke 70 Jahre nach dem Tod des Autors ebenfalls automatisch gemeinfrei.

Praktisch sind Werke die gemeinfrei sind zum Beispiel bei ClipArt-Bildern, denn bei diesen soll es möglich sein, dass jeder sie, ohne Verpflichtungen einzugehen, in seinen eigenen Dokumenten verwenden kann.

Bei gemeinfreier Software gelten dieselben Bestimmungen.

Shared Source

Eine Lizenzform der Firma Microsoft, die man mit Open Source verwechseln könnte, die im eigentlichen Sinne aber nichts mit freier Software zu tun hat.


KategorieFreiheit